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Adventskalender

Lennart am 1. Dezember 2012

Optimistisch wie wir sind*, haben wir einfach mal einen Adventskalender vom Stapel gelassen, an dem ihr im Zweifelsfall schon vorbei musstet, bevor ihr zu diesem Bandfunk kamt. „Warum ein Adventskalender?“, könnten nun Skeptiker fragen – ich antworte offenherzig: Weil Advent ist und wir uns den Mechanismen des Marktes nur allzugerne unterwerfen, deshalb.

Wer einen Link braucht:
>>>ADVENT, ADVENT! <<<

Großer Dank geht an dieser Stelle an Anne-Lena, die mir umständliche Programmier-Arbeit vorweggenommen hat.

Und nun: Möge die weihnachtliche Vorfreude vollends beginnen!
Yours sincerly
Tonträger

*Optimismus, der: an den Tag gelegte Einstellung, wenn man einen Adventskalender erstellt, groß verkündet und preist, ohne schon alle Türchen gefüllt zu haben. In dieser Bedeutung erstmals von Thomas Hobbes in seinem „Leviathan“ verwendet

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41 Kommentare zu „Adventskalender“

  1. Anne-Lena sagt:

    Besser kann ein 1., äh, 2. Dezember einfach nicht sein!
    Draußen liegen 10 cm Schnee, ich komme heim und der vielversprechendste Adventskalender aller Zeiten empfängt mich! Gut, das 2. Türchen ist bisher noch nicht sehr spannend (höchstens das kryptische Zeichen in der Mitte – ich frage mich, wofür es steht… „2. Tierchen“ vielleicht? Das könnte ein Hinweis sein! Nur worauf? Also doch: Das 2. Türchen ist sehr spannend!), aber an Optimismus hat es mir noch nie gemangelt!

    Alles in allem: Tausend Dank! Und ein Hoch auf dein Stimmchen – möge es niemals von dir weichen!

  2. Katharina sagt:

    Mit dem Dezember bricht gleich so vieles an, und wer kennt es nicht, dieses beengende Gefühl, wenn man haufenweise Dinge zu tun hat, einen stattdessen aber die große Lust überkommt, Tonträger einen Kommentar zu hinterlassen? Meine Vernunft, die mich dazu drängen will, endlich anzufangen, etwas Sinnvolles an den Tag zu legen, wird gnadenlos überrannt und frei nach dem Motto „qui se sent morveux, qu’il se mouche“ gebe ich mich dem Bedürfnis hin, hier folgende, überaus spannende und emotionale Geschichte zu hinterlassen:

    Düstere Zeiten. Wer auch immer will, dass sich ein trister Schatten um mich legt, der mit aller Kraft versucht, jedes kleinste Stückchen Glückseligkeit aus mir zu zerren, er scheint zu bekommen, was er will. Er hat mich in der Hand, nimmt mir den Mut, ihm mit einem tapferen Lächeln zu trotzen, verdammt mich zu einsamer Traurigkeit. Nie war es so schlimm wie in letzter Zeit. Ich war stark gewesen, motiviert, bereit, mich dieser dunklen Gewalt zu widersetzen – und es hatte geklappt, ich hatte einen Antrieb gehabt, etwas, das mich immerzu zu Fröhlichkeit animierte. Dann ist es geschehen. Die finstere Macht, die mich bezwingt, schien meinen Antrieb ausgeschaltet zu haben. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass sie tatsächlich wagt, zu töten. Doch das hatte sie, und damit ihr Ziel erreicht, mich völlig in ihren Griff zu bekommen. Jetzt bin ich hinüber.
    Doch was ist das? Träum‘ ich oder wach‘ ich? Ist da wahrhaftig jemand imstande, sich dem Bösen entgegen zu stemmen? Ein Gefühl durchfließt mich, so ungewohnt, und doch seltsam vertraut. Langsam finde ich ein passendes Wort, um dieses Gefühl zu beschreiben, ein einzelnes Wort, und allein es zu denken, bringt den Schatten in mir dazu, zu kapitulieren, solch eine Kraft liegt in ihm: Freude. Ich spüre, wie der Schwermut verfliegt, Stück für Stück, schneller und schneller, rasend, während mir mehr und mehr Worte in den Sinn kommen, die neuartigen, mich überkommenden Gefühle zu beschreiben: Glück, Vergnügen, Frohsinn, … Behaglichkeit.
    Noch vollkommen perplex, verneige ich mich vor der Stärke des Guten und genieße.

    So, nachdem das erledigt ist, hier der Kommentar: Der Spruch von Peter Maffay ist ja mal so was von blöd!

  3. Anne-Lena sagt:

    Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber wertvolle Hintergrundinformationen zu „Trostlose Torten“ von Friedrich Schiller persönlich zu erhalten, hätte ich mich nie zu träumen gewagt! Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich Lennart anzuschließen: Hab Dank für diese stürmende und drängende Ausschweifung zum Urgrund der Torte!
    Sie bereichert diese Seite in einem Ausmaß, für das mir kein passendes Wort einzufallen vermag! (Und das ist etwas äußerst Positives!)

    Nachtrag: Ein Glück, dass ich den Text gerade noch einmal las, bevor ich den Kommentar zu senden gedachte, da wäre mir doch glatt die fabelhafte Pointe entgangen! Und sie ist wirklich fabelhaft!

    (Darf man hier eigentlich täglich einen Kommentar hinterlassen? Es fällt mir sehr schwer, das bei derartigen Inhalten nicht zu tun…)

  4. Stella sagt:

    Optimismus ist doch eine feine Sache! Ich liebe Adventskalender. Jeden Tag eine kleine Überraschung, was gibt es Schöneres? Und dieser hier ist besonders schön.
    Sowohl optisch, als auch inhaltlich. Ist es klug, das schon am 2. Tag zu sagen? In diesem Fall sicherlich.
    Das Gedicht ist einfach grandios, Lennart du hast wirklich Talent!
    Und auch der Hintergrundinformationstext heute ist nicht nur wertvoll, sondern auch sehr spannend …
    Ich freue mich schon auf morgen und die nächsten Türchen!

  5. Irgendjemand anderes sagt:

    Also echt, Stella, hättest du dich auch nur noch 29 Minuten gedulden können, hättest du das 3. Türchen öffnen und loben können. Von wegen klug! (Das weiß natürlich nur der kluge Freund des Bändfunks, der weiß, wie dessen Uhr so tickt.*)
    Über den 2. Teil der widrigen Werkgenese kann ich mich jedenfalls noch bis zum Abend und lange darüber hinaus freuen! Und überhaupt, dass es so ein Stimmchen gibt – allein schon der Gedanke, dass es eines geben könnte! Über die Notwendigkeit der Verwendung von Kraftausdrücken lässt sich zwar streiten, aber niemand ist perfekt, auch kein Stimmchen.

    *Über Wortwiederholungen fühle ich mich zu dieser Stunde noch nicht erhaben.

  6. Anne-Lena sagt:

    Nun, es ist schon nicht ganz gerecht, dass ich das positive Feedback erhalte, das doch eigentlich euch, bzw. in diesem Falle Lennart, gebührt. Wobei die Rolle des Übermittlers der frohen Botschaft auch nicht unbedingt schlecht ist… Hier: „Eben habe ich das vierte Türchen geöffnet. Herrje – wer verfasste diese Texte, sensationell!“
    Natürlich prompt aufgeklärt und mit eigenem Lob ergänzt. Das vierte Türchen ist aber auch (wie so ziemlich alles bisher) ein lyrisches Meisterwerk!
    Ich habe mich ja schon zu Schulzeiten immer gefragt, ob stilistische Feinheiten durch Zufälle entstehen oder doch von Anfang an geplant sind. Ich meine, dass „Ihr Sünder kehrt um und bereut!“ durch den unreinen Reim besonders hervorsticht, zum Beispiel. Das würde mich fürwahr interessieren!
    (Schon toll, dass du noch lebst, sonst sind die Dichter ja doch meistens tot und es besteht überhaupt keine Möglichkeit, so etwas zu erfahren…)
    Achso, und der Titel! Das Zusammenspiel von Titel und Text – fantastisch! Das wollte ich nur noch erwähnt haben.

  7. Otto sagt:

    Der Text heute, der ist prima.
    Das ist erst richtig schwierig gewesen, nämlich weil da doch so viel steht, aber ich habe es rausgekriegt: Börsenspekulatius.
    Zuerst hab ich das auch nicht verstanden, aber dann ist es mir eingefallen, nämlich es gibt Spekulatius doch in verschiedenen Formen.
    „Du bist ganz schön schlau, dass du das rausgekriegt hast“, denkt ihr jetzt vielleicht und das ist richtig, nämlich mit Essen, da kenne ich mich aus!
    Und die Wurst, die habe ich auch gefunden und das ist prima, nämlich ich krieg schon wieder Hunger.

  8. Anne-Lena sagt:

    So, ich denke, es ist an der Zeit, unbeantwortete Fragen, die sich unter diesem Bändfunkeintrag zu häufen beginnen, in einer Art Best-of-Kommentar zusammenzufassen.
    Bevor nicht mindestens eine der Fragen (die zweite nämlich) beantwortet ist, werde ich mich hüten, weitere Lobpreisungen vom Stapel zu lassen – und sei es noch so angebracht!
    Immerhin erspart mir das, zugeben zu müssen, dass ich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wusste, dass es eine nach Pierre de Ronsard benannte Rose gibt, keines seiner rosigen Gedichte kannte und dass ich lange darüber nachgedacht habe und mir, obwohl ich von der hohen Dichtkunst erneut überaus begeistert bin, kein Kommentar gelingen wollte, der das anständig rübergebracht hätte. Glück gehabt. (Und wer sich jetzt denkt: „Warum hältst du nicht einfach mal die Klappe?“, denkt das vollkommen zurecht, jedoch möchte ich Folgendes zu bedenken geben: Es sollte mit allen Mitteln verhindert werden, dass der Dichter denkt, seine Werke würden nicht gewürdigt werden, das wäre nämlich ein sehr schlimmer und noch dazu sehr falscher Gedanke!)

    Also dann, los geht’s:
    1. Darf man hier eigentlich täglich einen Kommentar hinterlassen?
    2. [Aufgrund der ungeschickten Ursprungsformulierung in eine für jeden erkennbare Frage – mit Fragezeichen! – transformiert.] Entstehen stilistische Feinheiten (wie zum Beispiel, dass im Gedicht „Bitte warten Sie, bis Ihre Nummer 382 aufgerufen wird. Danke!“, „Ihr Sünder kehrt um und bereut!” durch den unreinen Reim besonders hervorsticht) zufällig oder sind diese doch von Anfang an geplant?
    (Weil ich in der Einleitung zunächst recht unbedacht das Wort „häufen“ wählte, scheint es mir angebracht, die Liste nun durch eine Fremdfrage zu ergänzen, sodass das Wort absolut gerechtfertigt ist.)
    3. Jeden Tag eine kleine Überraschung, was gibt es Schöneres?

    (Wo wir schon mal beim Thema Fragen sind: Ist es eigentlich Zufall, dass dieses Gedicht ausgerechnet heute vorzufinden ist? Sonst bräuchte ich nämlich einen kleinen Denkanstoß, um den Zusammenhang zu sehen…)

  9. Anne-Lena sagt:

    Oh nein, der Dichter denkt, seine Werke würden nicht gewürdigt werden!
    Das ist erstens falsch und zweitens dumm. Aber gut. Ich lasse meine eigene Genügsamkeit durch gezieltes Schweigen im Gästebuch heraushängen – ein gelungener Schachzug, wie ich finde. Dafür an dieser Stelle umso lauter:
    ICH FORDERE EINE GEHALTVOLLE FÜLLUNG DER TÜRCHEN!
    Und sowieso: Schon mal was von den guten alten Zeiten gehört? Die gilt es ja wohl zu bewahren! Von wegen 1890, von wegen John Lennon! Wie formulierte George Harrison einst so trefflich: L’art pour l’art ist SO 2012!

    (Und damit das klar ist: Ich bin nicht inkonsequent. Das ist ja auch keine Lobpreisung, ganz im Gegenteil, das ist Tadel. Großer Tadel.)

  10. Lennart sagt:

    So, liebe Anne-Lena. Nachdem ich in einem Akt des mehr schlecht als recht kaschierten Anerkennungsheischens schon die 7. Adventsüberraschung, die du dir (trotz arg heraushängender Gästebuchbeschweigung) natürlich verdient hättest, verdorben habe, packe ich jetzt wenigstens die Gelegenheit beim Schopf, deine gütigst nochmal zusammengefassten Fragen zu beantworten:

    1. Gewohnheitsrecht lässt sich nach sechs Tagen ohne Widerspruch geltend machen, heißt es schon in der Bibel: Als Johannes der Täufer seinem Namen an Jesus alle Ehre machte und in der Folge siebenundsiebzig Tage lang dessen Facebook-Seite mit preisenden Kommentaren versah, dachte Jesus zunächst nicht im Traum daran, ihn zu blocken, er war ja so saumäßig sanftmütig. Am siebten Tag aber, da er wegen einer Magenverstimmung ohnehin schlecht gelaunt war, platzte ihm der Kragen und er versuchte Johannes aus seiner Freundesliste löschen. Da hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Er musste sich von Gott eine Gardinenpredigt anhören, die unter anderem den folgenden Passus enthielt: „Gewohnheitsrecht lässt sich nach sechs Tagen ohne Widerspruch geltend machen.“ (Es war eine recht trockenen Gardinenpredigt.) Wenn das mal nicht genau auf diese Situation passt.
    Jesus aber wollte nicht zugeben, die AGB nicht genau gelesen zu haben und erklärte seinen Jüngern, die ob der Kommentarflut ebenfalls schon zu murren begonnen hatten, im eilig herbeigeflunkerten Gleichnis vom gammligen Kamel, irgendeinen Mist über Duldsamkeit. Trotzdem lies er es sich in den folgenden Tagen nicht nehmen, Johannes Facebook-Chronik mit komischen Videos und GIF-Animationen, in denen niedliche Katzen irgendwo reinfallen, zuzumüllen.

    2. Hier: Zufall. (Ernüchternd, wie? Wähnte man doch bereits einen Kopf am Werke, der seine Genialität nun nur noch durch ein Kopfnicken hätte bestätigen müssen.) Geht aber auch anders.

    3. Einfache Antwort: Jeden Tag ZWEI kleine Überraschungen. Womit mir dieser Meisterstreich fast schon gelungen wäre, wenn man den Adventskalendereintrag von heute ob seiner mangelnden Qualität doch zu den Überraschungen zählen wollte. Selbstherrlichkeit halte ich übrigens für die größte aller Tugenden.

  11. Lennart sagt:

    (Ich habe gerade meine Antwort nochmal gelesen und mir ist aufgefallen, dass der kühne Leser auf die Idee kommen könnte, ich hätte die Bibelgeschichte in ihrer Gesamtheit auf diese Situation beziehen wollen, inklusive der Anmaßung, mich mit dem kragenplatzenden Jesus gleichsetzen zu wollen. Gott bewahre! Da ging gestern lediglich der narrativ-abstruse Geist mit mir durch, der sich doch nur einen Spaß daraus machen wollte, Jesus etwas näher an die klauskinskysche Interpretation des seiner Person zu rücken. Das passiert, wenn man es sich verbietet, grundbodenständige Kommentare mit Hand und Fuß zu schreiben. Ich gedachte lediglich eine kleine Geschichte zum besten zu geben, die dir dein bereits erarbeitetes Gewohnheitsrecht zuspricht, will sagen, eine äußerst verklausulierte Bestätigung dafür, dass man natürlich jeden Tag hier kommentieren darf, wobei die Geschichte es versäumte, den Fakt zu erwähnen, dass ich mich natürlich sehr über diese deine Kommentare freue! Überhaupt, das große „Danke!“, das ich den gesammelten Kommentaren entgegenbringe, fand noch überhaupt keine Erwähnung, bedauerlicherweise zu Gunsten eines vermeintlichen Gleichnisses, das gar keines sein sollte. So kam es, dass zum Beispiel auch das Lob an Otto verloren ging, dafür, dass er den Spekulatius erkannt hat. Also: Danke für alle Worte der Preisung! Denn – wie könnte es anders sein – natürlich ist das das größte Labsal des Schreibenden!)

    Ergänzung zu Punkt 2 (der widerum aus Zeitknappheit nur sehr kurz ausfiel):
    Nun, es ist nicht immer ganz leicht, eine Poetologie zum eigenen Schaffen vom Stapel zu lassen. Wenn ich gestern noch den „Zufall“ bemühte, so könnte ich heute vielleicht ergänzend die „Fügung“ nennen, die sozusagen die gefühlte Belohnung für den fleißigen Dichter ist: Man ist natürlich an allen Ecken und Enden um stilistische Feinheiten bemüht, teils mit der entsprechenden Stilfigur im Kopf, teils auf Grund des eigenen Sprachgefühls, das mit einer Formulierung erst dann zufrieden ist, wenn das darin zu finden ist, was später die Philologen in aufwändigen Interpretationsansätzen mit Fachwörtern belegen. Und manchmal entsteht dann bei all dem Gefeile eine Zeile, die das eine oder andere ungeplante Schmankerl beinhaltet.
    Hier jedoch war es lediglich ein ganz argloser unreiner Reim, der so bestimmt auch irgendwann mal von Goethe benutzt wurde – ob seinerzeit absichtsvoll oder einfach, weil die reinen Reimwörter vom Sinn her nicht zum Kontext passten, sei dahingestellt, aber oft genug würde ich diesen zweiten Grund auch gewissen Dichterfürsten unterschieben. Die waren sich ja auch nie zu Schad‘, Wörter mit Apostrophen zu verkürz‘, nur damit sie ins Versmaß passen.

    Frisch voran!
    Lennart

  12. Anne-Lena sagt:

    Da hatte ich den ersten Teil meines Kommentars für heute schon fertig vorbereitet, wollte mich nur noch ganz brav bis zum Nachmittag gedulden, um alles, was es zu sagen gibt, in einem abzuhandeln (was für ein Vorsatz!), und dann? Jetzt gibt es kein Halten mehr! Und das so kurz vor dem Ziel! Du bist schuld! Weil ich mich natürlich sowas von freue, so viel und so Positives zu lesen! Es scheint, als wärest du auf einen Schlag wieder viel jünger geworden! (Natürlich ist das als Kompliment gemeint!)
    Hier also der erste Teil, sobald das Türchen gefüllt ist, folgt dann der Rest:

    So, lieber Lennart. Die Antworten stellen mich mehr als zufrieden und, als hättest du es geahnt, verdankst du es deiner niedliche-Katzen-Video-Erwähnung, dass ich mich tatsächlich bis zum Nachmittag geduldet habe. Das ließ mir nämlich Zeit, ein eben solches zu drehen! Gut, die Katze wollte nirgendwo reinfallen und sowieso ist es mir nicht so recht gelungen, die entscheidenden Szenen anständig aufs Bild zu bringen (man achte auf die fliehende Schwanzspitze am Anfang!), aber immerhin.
    Hier ist es (Johannes hätte sich damals sicher gefreut, damit Jesus zuvorkommen zu können):
    http://www.youtube.com/watch?v=HwGEyPL_PV0
    (Übrigens ist „Just smile“ nicht richtig verlinkt, noch kann es der Durchschnitts-Internet-Nutzer also gar nicht so einfach runterladen – sinnvolle Entdeckung, was? Da sieht man mal, wofür der ganze Käse noch gut war!)

    Außerdem grüße ich Michel, weil er das alles hier mitzuverfolgen scheint, obwohl er das nicht müsste!

  13. Anne-Lena sagt:

    Oh, das kam ironischerweise ja doch noch ziemlich schnell! Ein „nicht“ wird in der Tat sehr leicht mal überlesen, das weiß ich aus Erfahrung. Und prompt bekomme ich es mit der Angst zu tun, weil ich nur eine einzige Späm-CD besitze!
    Das wirklich einzig negative an diesem sehr gehaltvollen und vor allem überraschenden Türchen ist, dass mich der Jingle ein wenig (und das ist ein wenig untertrieben) eifersüchtig auf all die Fäns werden lässt, die schon mal ein Onlinekonzert erleben durften.
    Da fällt mir ein: Wie wäre es mit einer Onlinekonzert-Termin-Bekanntgabe am 24. Dezember? Ich werde diesen Vorschlag auch sofort und auf der Stelle wieder vergessen, sodass es eine riesengroße Überraschung wäre! Versprochen!

  14. Anne-Lena sagt:

    Ich kann es sogar noch auswendig! Und ich hatte es komplett richtig transkribiert!
    Mann, Mann, Mann, ich dachte, der Tag könnte überhaupt nicht mehr besser werden – und schon wieder habe ich mich getäuscht! (Bis vor Kurzem bin ich nämlich noch mit Schlitti, dem Schlitten, im Stockdunkeln die Todesbahn hinabgedüst und dann haben wir uns eine wilde Schneeballschlacht geliefert und vorher haben wir Unmengen an Plätzchen gebacken (und vor allem gegessen) und wer sich fragt, warum zur Hölle ich das alles hier hinschreibe, bekommt sogleich die schockierende Antwort serviert: Ich habe einen unglaublichen Spaß daran, euch das allen auf, unter und in die Nase zu binden und mir vorzustellen, wie ihr vor Eifersucht beinahe platzt! Manchmal ist es schön, ein schlechter Mensch zu sein.)
    Hach, da kommen einfach alle Erinnerungen wieder hoch – an das unglaubliche Glück, auf einem Berg zu wohnen und vor allem an das beste Konzert aller Zeiten (bis jetzt). Dankeschön!

    „Landnotiz #1″, heißt das eigentlich, es gab auf der Rückfahrt noch eine Fortsetzung? Spannend, wieder einmal sehr, sehr spannend!

  15. Anne-Lena sagt:

    Zu aller erst: Lena hat recht! Klar hat sie das, sie muss es ja auch wissen, als Lehramtsstudentin (Menschen, die sich freiwillig so etwas antun, verdienen meinen allergrößten Respekt und dürfen an dieser Stelle ihr Haupt erheben.)
    Übertreibungen – keineswegs! Die Menschen müssen wachgerüttelt werden und anfangen selbstständig, kritisch über alles nachzudenken, was ihnen so vorgesetzt wird. Und wahrlich, dieser Kommentar stellt einen guten Anfang dar!
    Trotz allem bin ich sehr wohl der Meinung, sie hätte sich mehr auf Foucault berufen sollen, denn: Ist nicht irgendwie alles Physik? Ist es nicht viel wichtiger Physik auf die wichtigen Dinge des Lebens zu übertragen, statt öde Aufgaben zu bewältigen, die das eigene Leben wohl kaum bereichern können? Ich sage: Ja, das ist es! Und genau aus diesem Grund lege ich eben solche extra für diesen Freiblock aufgeschobenen Aufgaben schwungvoll beiseite und widme mich stattdessen diesem Kommentar, der Lena ergänzend beipflichten soll und eigentlich jetzt erst so richtig beginnt:
    Foucault hat mit seinem Pendel auf eindrucksvoll einfache Art und Weise bewiesen, dass sich die Erde dreht. Wie kommt man zu derartigem Ruhm? Wie schafft man es, in die Bücher, die die Welt bedeuten, einzugehen? Sicherlich nicht, indem man sich wie unser jämmerlicher Protagonist verhält, nein! Es kann nicht richtig sein, die bereits von Lena erwähnte Schadenfreude (nebenbei bemerkt: Ich für meinen Teil halte absolut nichts davon, das macht man doch nicht, sich über anderer Leute Leid freuen, also nein!) als einziges Glück zu empfinden, auf etwas zu warten, das noch nicht einmal mit 100%iger Sicherheit eintreffen wird, das Leben einfach über sich ergehen zu lassen, ohne die wahren Freuden darin genießen zu können,… Wir sollten uns alle fragen, wie einem solchen Menschen geholfen werden kann! Wir sollten nicht länger stillschweigend zusehen oder dieses Verhalten gar schamlos ausnutzen!
    Aber wie lässt sich einem solchen Menschen helfen? Was kann man tun, um einem so erbärmlichen Charakter zu etwas Großen zu verhelfen? Die Antwort ist einfach: Physik. Physik löst alle Probleme, Physik ist überall! Was uns von klein auf eingetrichtert wird, beginnt plötzlich, einen Sinn zu ergeben. Wer sagt uns, dass Klein-Foucault vor seiner Erfindung nicht eben genau so ein Elendshäufchen war? Niemand! Die Lösung passt wie die Kugel ans Pendel! Der Mensch braucht Bestätigung. Der Mensch braucht Selbstbewusstsein. Der Mensch braucht seinen Freiraum. Lasst uns das gemeinsam am Beispiel Foucaults nachvollziehen, das, auch wenn ich es mir gerade frisch aus den Fingern sauge, keinesfalls an Überzeugungskraft verlieren sollte – es könnte schließlich auch rein zufällig die Wahrheit sein.
    Angenommen, Klein-Foucault ließ immer alles über sich ergehen, hatte das Leben schon längst aufgegeben und wartete nur noch auf den Tod, um sich an der zu erwartenden Schadenfreude ergötzen zu können. Er hatte kaum Freunde und spielte oft allein im Keller mit seinem spärlich vorhandenen Spielzeug: Faden und Kugel. Niemand achtete ihn und niemand lobte ihn für das, was er tat. Bis eines Tages ein kleiner Junge namens Weißderkuckukckwie in die Stadt zog und ihn in seinem Keller besuchte. Er war beeindruckt von der Fantasie des unscheinbaren Kindes, begann sich für seine spannenden Entdeckungen zu begeistern und ihn aufrichtig zu loben. Klein-Foucault blühte mehr und mehr auf, fühlte sich von Weißderkuckukckwies Worten belebt und spürte in seinem Leben zum ersten Mal wahre Freude! Das steigerte sein Selbstbewusstsein natürlich enorm und so kam es, dass er sich eines Tages aus seinem Keller wagte und sein Fadenpendelspiel der Öffentlichkeit präsentierte. Ehe er sich versah, war er berühmt. Er änderte sein Testament und ließ sich nichts mehr vormachen. Er hatte die Trostlosigkeit überwunden!
    Eine Geschichte, wie sie dem Protagonisten in „Mein Testament“ nur zu wünschen wäre, eine Geschichte, die uns alle auffordert, ein wenig wie Weißderkuckuckwie zu sein und offenen Herzens zu helfen, wo Hilfe benötigt wird!
    Ganz ähnlich erging es übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach auch Umberto Eco und dem anderen Foucault. Und sie alle haben eines gemeinsam: Ohne ihren eigenen Weißderkuckuckwie, hätten sie es nicht geschafft!

    (Auch wenn das Türchen einen Kommentar im Gästebuch wünscht, werde ich mich weiterhin hier im Bändfunk auslassen – erstens schreckt das neue Fäns, die nichts Böses ahnend im Gästebuch vorbeischauen, wohl nicht so ab und zweitens gibt es hier keine Zeichenbegrenzung – gleich zwei Vorteile, die sich nicht so einfach unter den Tisch fegen lassen!)

  16. Anne-Lena sagt:

    Die Nase erwähnt ihr, aber Hände und Füße nicht. Wenn das mal kein Anlass ist, einen Kommentar mit Hand und Fuß zu verfassen!
    Zum Glück gibt es allerhand dazu zu sagen, da wird hier im Handumdrehen eine handfeste Menge Text stehen – das schreibt sich wie von Geisterhand!
    Ihr versteht euer Handwerk, das liegt auf der Hand, denn – Hand aufs Herz! – in wem nimmt jetzt nicht das Gefühl überhand, dringend eine Handvoll Buttons zu benötigen, um wirklich alles, von Handschuh bis Handtuch, damit zu bestücken? Mit lockerer Hand wird man euch das Geld zu Füßen werfen und nicht im Traum daran denken, über den Preis verhandeln zu wollen! Ja, man wird euch die Buttons geradezu aus den Händen reißen!
    Aber gut, bevor sich gleich noch jemand die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und aufgebracht etwas Ähnliches wie „Was? Hand und Fuß soll das haben? Die Hand wird hier ja wohl deutlich bevorzugt behandelt! Ich fordere Gleichberechtigung von Hand und Fuß!“, höre ich auf und stehle mich leisen Fußes davon. (Tatsächlich hätte er damit ziemlich recht. Aber wer wird denn da schon nachzählen wollen?)

  17. Anne-Lena sagt:

    Also, diese WW-Gedichte haben irgendwie etwas ganz Besonderes an sich! Wenn ich nicht so ein furchtbar schlechtes Gewissen den anderen Werken gegenüber hätte, würde ich beinahe behaupten, das sind meine bisherigen Lieblingsgedichte! Aber das kann ich nicht, schließlich sind sie einfach alle allererste Sahne!
    Zu diesem hier: Nicht nur, dass es warme Worte sind, nein, es sind auch noch so wahre Worte! Gerade in diesen Tagen sieht man doch so einige Menschen, die unnütze Mützen tragen… Jetzt sind sie alle meine Freunde, weil ich bei ihrem Anblick schmunzelnd an dieses Gedicht denken kann. Und das ist schön.

    Des Weiteren halte ich es für angebracht, heute, am 12.12.12 um 12:12 Uhr (gut, das ist gelogen, aber was spricht schon dagegen, sich ausnahmsweise mal vom Schein trügen zu lassen?), nachdem die Hälfte aller Türchen schon so exzellent gefüllt wurden (an dieser Stelle: Nicht entmutigen lassen, du machst das ganz fantastisch, weiter so!), ein weiteres Fremdlob zu überbringen. Warum der Sender das nicht selbst veröffentlichen wollte, bleibt mir ein Rätsel. (Ich habe natürlich nachgefragt, blieb aber an dieser Stelle ignoriert. Die Erlaubnis, das Ganze weiterzugeben, erhielt ich dafür aber umso freudiger!) Hier, auf dass es dich ein wenig erfreue:
    „Oh ja, ich weiß jetzt was du meinst, die Gedichte sind alle sehr toll! Und ja meine Laune is nun wieder richtg gut… jetzt kann ich es kaum noch bis morgen abwarten um ein weiteres zu lesen :D“
    Geht mir übrigens genauso, in diesen Tagen kann man doch überhaupt nicht schlecht gelaunt sein!

  18. Anne-Lena sagt:

    Erlkönig-Parodien gibt es doch schon wie Sand am Meer!

  19. Lennart sagt:

    Es wäre auch gar zu seltsam gewesen, wenn es ein Fitzelchen Tonträger-Output gegeben hätte, das du, obwohl es irgendwo online ist, noch nicht kennst… damit schrumpft dein Türchen auf die letzte Zeile zusammen. Es muss auch solche Tage geben.

  20. Anne-Lena sagt:

    Selbstverständlich ist mir nicht entgangen, dass sich das Ende geändert hat. So finde ich es noch eine Spur logischer. Und somit sogar noch besser!
    Alsdann. Dass das Gedicht von vorne bis hinten gelungen ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, offensichtlich handelt es sich hierbei um die beste Erlkönig-Parodie überhaupt! „Auf eine mehr oder weniger kommt es dann auch nicht an“, ließest du damals verlauten. Ich sage: Papperlapapp! Und wie es darauf ankommt! Auf diese hier zu verzichten, wäre wie … ja, das wäre wie … das wäre … nicht auszudenken!
    (Ich hätte mit der Antwort natürlich auch bis morgen warten können, aber gut, dachte ich, auf einen Kommentar mehr oder weniger kommt es dann auch nicht an.)

  21. Katharina sagt:

    Und wo bleibt das Gedicht für den 813. Facebook-Fän? Vasilys Behauptung, zu dem Thema könntest du bestimmt keins schreiben, scheint ja schon fast bestätigt – und diese Genugtuung will man ihm doch wohl nicht verschaffen!

  22. Anne-Lena sagt:

    Zunächst zu meinem, zugegebenermaßen mal wieder etwas überstürzt hinterlassenen, Gästebucheintrag: Das klingt ja fast, als würde ich den Newsletter schlecht heißen – Himmel, nein! Ein katastrophaler Gedanke! Das Kommentarewünschen halte ich im Übrigen für äußerst angebracht und hoffe inständig, dass sich noch irgendjemand dazu herablässt, diesem Wunsch nachzukommen… (Wobei ich auch zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen würde, dass es sich gelohnt hat.)

    Der heutige Werbespot macht mir allerdings ein wenig Angst: Heißt das nicht, ich habe einen Überfall zu fürchten, wenn ich ein Tonträger-T-Shirt trage?

  23. Anne-Lena sagt:

    Als gestern spät
    das Eis am Stiel
    in die Eisenbahn stieg
    da nannte es
    ein and’rer Fahrgast
    unverfroren.
    Und stillos.
    So ein Mistkerl.

    Mein Gedicht ist zwar irgendwie nicht so hübsch anzusehen wie deines, aber das ist mir schnuppe. Schnurzpiepegal sogar, jawohl!
    Und noch was: „Urmel aus dem Arsch“ – das ist es doch, oder? Könnte ein versteckter Gedichttitel sein. Ist mir auch einerlei. Ich wollt’s nur gesagt haben. Mit Anagrammen kenne ich mich aus, es gibt keines mehr, dass ich nicht entschlüsseln könnte, würde ich sagen. Ich hab’s nämlich voll drauf!

    (Verdammt, dein Gedicht hat mich in eine seltsame Laune gebracht – ich kann nichts dafür! Aber da siehst du mal, was es für eine Macht hat – damit kannst du die Welt beherrschen! Du solltest dir wirklich einen Verleger suchen, der bereit ist, weitere Projekte mit großzügigen Vorschüssen zu unterstützen. Mit so was kann es doch nicht so schwer sein, einen zu finden! Oder sind die etwa alle blöd?)

  24. Anne-Lena sagt:

    Und schon wieder eine gelungene Überraschung! Outtakes sind ja sowieso immer herrlich, aber die passende Aneinanderreihung setzt dem Ganzen noch die Krone auf! Gab es denn was auf die Nüsse oder konntest du ihm verzeihen?

    Apropos was auf die Nüsse: Ein vertröstender Satz für die armen Leute, die nachts immer nur T?rchen zu sehen bekommen, wäre doch mal was!

  25. Anne-Lena sagt:

    Eigentlich sollte ich jetzt mal so richtig empört reagieren, nicht? Würde ich auch! Normalerweise.
    Nur, weil es, als ich meinen allerersten Gästebucheintrag bei euch hinterließ, auf der ersten Seite stand, fällt mir das schwer. Da dachte ich nämlich noch: „Mensch, dufte! In Hessen sind sie schon total bekannt! Warum habe ich davon bis jetzt nichts mitbekommen? Voll gut! Sie werden kommen, wenn es noch ein paar Menschen fordern!“ (Und so weiter und so fort. Meine Gedanken haben danach, soweit ich weiß, niemals aufgehört.)
    Jedenfalls ist mir dadurch natürlich klar, dass es ja gar nicht von euch ist.
    Das darf man übrigens überhaupt nicht, Autor und Übersetzer so einfach unerwähnt lassen! Das kann schwere Folgen haben, jaja.
    Aber wie dem auch sei, ich würde jetzt gerne mal wissen, ob Michi aus Frankfurt am Main denn wenigstens in Wetzlar war – er möge sich unverzüglich bei mir melden! (Ich wette, er tut’s nicht.)
    Achso, und logisch ist mir aufgefallen, dass eine Zeile hinzugekommen ist. Und die erste Zeile leicht modifiziert wurde. Damit beschränkt sich mein Türchen wohl darauf. Und auf Rodriguez. Schon klar.

    Tjaja… Diddeldü, dumdidum… Ach, ich kann mir einfach nicht helfen: Ich find’s trotzdem toll!

  26. Anne-Lena sagt:

    „Tonträger rührt Herzen an wie andere Bratensoße“ – wie wunderbar ausgedrückt! Sowieso gefällt mir dieser Werbespot ausgesprochen gut und gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, passt er wie die Bratensoße zu den Klößen. Auf den Punkt gebracht: Bravissimo!
    Ach, und eins noch, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt blamiere: Was hat das kleine, unscheinbare Wort Poni im Titel zu bedeuten? „Poni ist eine Provinz in der Region Sud-Ouest im westafrikanischen Staat Burkina Faso“, scheint mir unwichtig. „Poni ist eine albanische Sängerin aus Vlora“, nein, auch nicht so das Wahre. Oder steht es etwa für etwas wie „Potzblitz! Oine noie Ichtigkeit“? Ich geb’s auf.

  27. Anne-Lena sagt:

    Ha… Ha… Ha… tschi! Hätte ich jetzt nicht niesen müssen, hätte ich wohl immer noch gelacht! Ich würde sagen, das toppt sogar die Mickey-Maus-Magazin-Lachparaden-Outtakes – ja, doch, das ist schon wirklich sehr vergnüglich. Und amüsant. Einfach köstlich!
    Sehr beachtlich auch, dass das überhaupt noch gelungen ist – ich hätte mich ganz sicher nicht mehr zusammenreißen können. Ich kann es ja so schon kaum. Pffkrchtschpfgr…!
    Äh, naja. Nichtsdestoweniger sehne ich mich nach weiteren Hintergrundinformationstexten, nur um das mal anzumerken. So ganz nebenbei. Unauffällig. Natürlich ohne allem anderen die äußerst gerechtfertigte Beachtung versagen zu wollen. Uff, schwierig. Es sind einfach zu wenige Türchen!
    (Und zwei der Gedichte trugen ja auch noch so eine verheißungsvolle #1 im Titel! Herrje, ich darf nicht daran denken: Das Ende naht!)

  28. Anne-Lena sagt:

    Jupheidi, jupheida, ich bin hellauf begeistert!
    Ein toller Werbespot, ohne Frage, und noch besser: Eine zweite Füllung für den 18.Dezember – das heißt dann wohl, wir können heute mit einer weiteren Überraschung rechnen! Hach ja, ich liebe es, von Fehlern anderer zu profitieren. Klammheimlich das Datum ändern zählt natürlich nicht, ist ja klar, durch diesen öffentlichen Hinweis weiß es schließlich eh schon jeder. Heureka!
    Und nun: Adios!

  29. Lennart sagt:

    Du musst dich verlesen haben, Anne-Lena, der 20. Dezember hat die Füllung, die ihm zusteht. Wie kämen wir dazu Fehler zu machen, ehrlich mal, traut uns das irgendjemand zu?

    Gruß,
    Jochen

  30. Anne-Lena sagt:

    Ich habe mir gedacht, dass so etwas kommt und deshalb vorsorglich das Beweisbild abgespeichert: https://dl.dropbox.com/u/56431436/adios20.jpg
    Haha, nicht mit mir – ich würde mal sagen: Pech!
    Und überhaupt, wie käme ich dazu, mich zu verlesen, ehrlich mal, traut mir das irgendjemand zu?

  31. Anne-Lena sagt:

    Du bist so gemein! Jochen.

  32. Anne-Lena sagt:

    Na toll, das ist jawohl mal sowas von gemein! Wie soll man da denn noch sauer sein? Ich hatte mir wirklich ganz fest vorgenommen, einen Rachekommentar zu schreiben, aber ich krieg’s absolut und überhaupt nicht hin. Im Gegenteil, ich muss mich schwer zusammenreißen, hier nicht in aller Ausführlichkeit diesen fantastischen Song zu huldigen, zu danken und meine Freude und Fröhlichkeit so zum Ausdruck zu bringen, dass ihr euch unter Umständen sogar selbst ein wenig davon anstecken lasst und bestgelaunt durch die Gegend zieht! Demnach schließe ich mich einfach nur an, in aller Kürze, das passendste Wort: Hurra!
    (Die Rache folgt dann morgen.)

  33. Anne-Lena sagt:

    Ich will auch so ein Plakat!

    Ach, weißt du, ich hab dir die Verspätung schon total verziehen – allein schon, weil es sich wieder um eine 18. Dezember-Füllung handelt! Jetzt haben wir uns aber wirklich mal was verdient! „Ein Text, viel Text!“, höre ich die unzählige Stimmen aus der ganzen weiten Welt gröhlen (ich kann das nämlich, Forderungen hören, meine ich) und man sollte immer tun, was die Allgemeinheit verlangt!

  34. Anne-Lena sagt:

    Oh Mann, ich habe die Rache vergessen! Und ein N.
    Manchmal bin ich auch ein bisschen blöd.

  35. Stella sagt:

    Anne-Lena hat sich nicht verlesen! Diesmal sehe ich es auch, es handelt sich eindeutig um eine zweite Füllung für den 18. Dezember. Ich freue mich schon auf eine weitere Überraschung heute! „Ein Text, viel Text!“, dieser Forderung möchte ich mich sofort anschließen.
    Der Adventskalender gefällt mir übrigens immer noch ausgesprochen gut! Besonders der Pannensong von gestern ist echt super! Alles andere natürlich auch, vor allem die Gedichte.

  36. Anne-Lena sagt:

    Verdammt, war das ein Test? Ein weiterer Fehler: #6 müsste es sein, nicht #5!
    Ich möchte, dass man mir zugutehält, dass ich doch noch darauf gekommen bin. Selbstständig. Wenn auch mit Verspätung.
    Ach, was sorge ich mich: Ihr hättet ja gar nicht das Recht, Verspätungen anzuprangern…

    Und: Danke Stella!
    Stella weiß übrigens ganz besonders gut, dass ich mich wirklich niemals verlese! Wenn man schon mir nicht glaubt – auf Stella ist Verlass!

  37. Anne-Lena sagt:

    Nun, ich erwähnte ja bereits, dass ich die gute Gabe habe, fordernde Stimmen zu hören. Es ist so:
    Ausgerechnet außerirdische Auswanderer äußerten sich ausgiebig aus dem Ausland (aus Australien), um sich ausdauernd ausstehende Ausführungen auszubitten.
    Und sie forderten ausdrücklich: ausführliche Ausführungen.
    Ich wollte das nur mal eben weitergeben, damit ihr gewarnt seid. Mit Außerirdischen ist nicht zu spaßen! Sie warten.
    (Ich übrigens auch. Aber ich bin viel geduldiger.)

  38. Anne-Lena sagt:

    Na, ich weiß nicht… Ob sich die Außerirdischen damit wohl zufriedengeben? Ihr werdet es wohl früh oder später herausfinden.
    Ich kann nur sagen: Alle Achtung, geschickt gelöst! Auf so eine Idee wäre ich gewiss nicht gekommen. Die Unendlichkeit des dritten Teils lässt es wirklich zu äußerst ausführlichen Ausführungen werden, so gesehen ist das nicht zu übertreffen! Und man liest es ja gerne ein, zwei…-hundert…-tausend Mal. Ich musste mich gerade schon sehr gewaltsam davon losreißen – mit zitternden Fingern und extremer Willenskraft habe ich es dann aber doch geschafft, das Fenster zu schließen.
    Nebenbei bemerkt: Ich finde es absolut nicht gut, dass das lyrische Ich überhaupt nur auf den Gedanken kam, das Stimmchen ermorden zu wollen! Bei jedem Lesedurchlauf überkommt mich ein eisiger Schauer an entsprechender Stelle! Schlimm, sehr schlimm.

    Nun denn, ich bin gespannt auf morgen! Meine hohen mathematischen Fähigkeiten lassen mich allerdings Schreckliches befürchten: 2 Gedichtfortsetzungen und 7, bzw. 20 Hintergrundinformationstexte passen schwerlich in 1 Türchen. Schaurig traurig. Wie wäre es mit einem Adventskalender im Januar? Innovativ wäre das! Einzigartig! Brillant!
    Man kann ja mal hoffen.

  39. Anne-Lena sagt:

    Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen, nicht mehr ständig überstürzt und unüberlegt zu schreiben, um nicht immer kurz nach dem Absenden feststellen zu müssen, dass vorheriges Nachdenken sehr viel schlauer gewesen wäre. Ich weiß nicht, warum mir das einfach nicht gelingt.
    Aus diesem Grund blieb gestern auch leider das Lob für das Reimschema aus. Das hätte nicht passieren dürfen! Es tut mir leid.
    Eigentlich unglaublich, wie sehr sich die drei Teile in ihrer Form unterscheiden – und doch passen sie so wunderbar zusammen. Eine Glanzleistung! Aber nicht, dass dir das Lob zu Kopf steigt! Sei gewarnt: Man darf sich niemals auf seinen Lorbeeren ausruhen! Selbst, wenn man sehr viele davon hat. Das ist wie beim Ligretto spielen: Ein Punkte-Puffer erlaubt es noch lange nicht, eine Verschnaufpause einzulegen. Mindestens ein Puffer-Puffer von nicht zu kleiner Größe muss zwingend vorhanden sein, wenn nicht gar ein Puffer-Puffer-Puffer, sonst kann das schnell bergab gehen!
    Doch was rede ich da? Genug der warnenden Worte, es ist Weihnachten!*

    Allein schon der Anblick des Türchens ließ die Sonne gerade förmlich in mir aufgehen! Und dann, der Klick darauf – ich kann es nicht beschreiben! Ich bin glücklich. Es ist so weihnachtlich! Und sogar mit A-cappella-Teil! Und mit Fahrrad! Und… Dankeschön!
    Sowieso: Danke für alles!
    Was bleibt zu sagen? Eine Menge. Aber ich hab ja auch nicht ewig Zeit. Deshalb nur noch das Wichtigste, aus ganzem strahlenden Herzen:

    Frohe Weihnachten, liebe Tonträger!

    *Dass der erste Teil keine Weihnachtsstimmung ausstrahlt, liegt daran, dass er sich auf gestern bezieht. Ist klar, ne?

  40. Lennart sagt:

    (Ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber gerade ist durch ein Browsermalheur der LANGE, GUTFORMULIERTE Kommentar im Nirvana verschwunden, der nun folgende wird die Kurzversion. Vielleicht ist dir sowas auch schon passiert, dann weißt du, was ich emotional durchmache…)

    1. Absatz: Dank für Kommentarvielfalt und -beständigkeit.

    2. Absatz: Entschuldigung a) für wenig Antworten meinerseits (Grund: schon mit den Kalenderbefüllungen war oft genug der Schlaf arg reduziert) und b) für nicht fortgesetzte scheinbare Gedichzyklen und fehlende Songkommentare. Kommt vielleicht.

    3. Absatz: Geradezu unheimliche Foucault-Analyse, glücklicherweise fiel im Kalender nicht das Wort „Diskursanalyse“, sonst hättest du dich am Ende damit beschäftigt und ich müsste mich ob der vergeudeten Lebenszeit schlecht fühlen.

    4. Absatz (Sammelsurium): Tonträger-T-Shirt-Träger-Überfallquote: 0%, erwiesene, repräsentative Statistik. # Onlinekonzert erstmal fraglich, großes Bedauern. # „Poni“: der – weiß Gott schwer zu erklärende – Spitzname des Sprechers mit der warmen Stimme. # Ein herrliches Eis-am-Stil-Replik-Gedicht, das die Möglichkeit der vielfach möglichen Nachahmung der Form auf den Schirm bringt. # Alle Kalenderfehler sollten behoben sein, dank des Bonussongs vom 24. plädiere ich auf „Freispruch“.

    Frohe Weihnachten und auf bald (ohne Adventskalender),
    Lennart

  41. Anne-Lena sagt:

    (In der Tat, das ist mir erst kürzlich selbst passiert. Demzufolge hast du mein ganzes Mitgefühl. Allerdings ist es wirklich noch viel schlimmer, der betroffene Empfänger zu sein – vielleicht kannst du dir (ansatzweise) vorstellen, was ich gerade emotional durchmache…)

    1. Absatz: Das hast du nicht mir, sondern dir, bzw. deiner beständigen und vielfältigen Türchenfüllungen, zu verdanken. Und außerdem: Nichts lieber als das!

    2. Absatz: „Kommt vielleicht.“ Toll. Das bedeutet aller Erfahrungen nach: „Kommt nicht.“ Die Entschuldigungen werden trotzdem akzeptiert, weil Weihnachten ist.

    3. Absatz: Wahrlich, ein Glück!
    (Das hätte auch großen Ärger gegeben, ich dachte, das mit dem Schlechtfühlen hätten wir längst geklärt!)

    4. Absatz (Sammelsurium): Also gut, mit diesem Kommentar hast du dir den offiziellen Freispruch redlich verdient. Ich behalte mir jedoch das Recht vor, inoffiziell nachtragend zu sein und weiterhin Entschädigung zu fordern.

    Weihnachtlich-großzügige Grüße,
    Anne-Lena

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